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Erfahrungsbericht über den Aufstieg zur Praxismanagerin

Tanja Kratzmann, 33 Jahre, hat den Fernlehrgang Praxismanagerin 2016 abgeschlossen und konnte ihr Gehalt dadurch deutlich verbessern. Im Interview berichtet sie von ihren Erfahrungen mit dem Fernlehrgang.

Warum haben Sie sich dazu entschlossen, den Fernlehrgang zur Praxismanagerin zu machen?

Ich habe in der Praxis nach der Elternzeit begonnen und habe dann immer mehr Aufgaben übernommen, die in den Verwaltungsbereich gingen, also die Urlaubsplanung, das Erstellen von Arbeitsplänen etc., was angrenzte an die klassischen Tätigkeiten einer Praxismanagerin. Da habe ich mir gesagt, ich bin ja noch jung (33) und ein paar Jahre habe ich noch vor mir bis zur Rente und da möchte ich auch den Anforderungen gerecht werden, die die Tätigkeit in einer Arztpraxis mit sich bringt. Eine Arztpraxis ist ja leider mittlerweile keine klassische Arztpraxis mehr, sondern ein Unternehmen, das ziel- und gewinnorientiert arbeiten muss. Auch die Qualitätsanforderungen werden immer höher. Aus diesen Gründen habe ich mich entschieden, diesen Fernlehrgang zur Praxismanagerin zu beginnen. Von all den Wochenendkursen, die im Angebot sind, habe ich nicht viel gehalten. Ich wollte im großen Umfang Wissen vermittelt bekommen und das geht nun mal nicht in zweimal drei Stunden an einem Wochenende.

Dieser Fernlehrgang war schon deswegen attraktiv für mich, weil ich den größten Teil von zu Hause aus erledigen konnte. Ich habe einen Bildungsgutschein bekommen, sodass die Hälfte der Kosten vom Staat übernommen wurde. Mein Arbeitgeber bewilligte mir Bildungsurlaub, den ich in diesem Jahr beantragt hatte, um in Ruhe die Prüfung schreiben, mich intensiv vorbereiten zu können. Insgesamt eine Woche für die Vorbereitung und die Prüfung selbst. Mein Partner hat mir in dieser Zeit den Rücken freigehalten, was sehr viel wert ist in der Prüfungsphase. Ich bin meine Notizen durchgegangen und habe die fünf Tage Bildungsurlaub genutzt, um die Prüfung zu schreiben, was aus meiner Sicht völlig ausreichend ist.

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Was haben Sie sich beruflich davon erhofft?

Eine Verbesserung meiner Situation habe ich mir zunächst für mich persönlich erhofft. Ich wollte an Sicherheit gewinnen in meinem Aufgabengebiet. Sicherer auch im Auftreten, auch gegenüber meinen Kolleginnen. Sicherheit habe ich dadurch bekommen, dass ich sehr viel Wissen dazugewonnen habe, welches ich auch im Praxisalltag anwende. Ich kann meinem Chef gegenüber zeigen: Ich kann das! Dadurch bekomme ich auch immer mehr Verantwortung und werde auch viel ernster genommen von meinen Kolleginnen.

Hat sich Ihre Position in der Praxis – gegenüber Praxisleitung und Kolleginnen – verändert?

Ich bin, seitdem ich den Fernlehrgang mit Erfolg abgeschlossen habe, Praxismanagerin. Ich habe auch mein Gehalt verbessern können. Nach Abschluss des Fernlehrgangs habe ich das Gespräch mit meinem Chef gesucht und ihm darin aufgezeigt, welche Aufgaben ich seither übernehme und inwiefern auch er davon profitiert, seitdem ich das mache.

Wir haben ausgehandelt, dass ich 600 € brutto mehr bekomme, sobald ich ihm das Zertifikat überbracht habe.

Für so eine Gehaltsverhandlung muss man immer einen guten Zeitpunkt abwarten. Wenn der Chef gerade im Stress ist, ist das keine gute Voraussetzung. Am besten vereinbart man einen Termin, damit man sich auch selber auf die Verhandlung vorbereiten kann. Man braucht natürlich gute Argumente, indem man beispielsweise auflistet, welche Aufgaben, welche Verantwortung man übernommen hat, wo der Praxis mehr Gewinn verschafft wird und wie sich dieses honorieren lässt. Aus meiner Sicht stellen sich in so einem Fall die wenigsten Arbeitgeber quer. Das ist reine Verhandlungssache.

 

Erfahrungsbericht Praxismanagerin - "600 Euro brutto mehr."

600 Euro brutto verdient Tanja Kratzmann mehr, seitdem sie den Fernlehrgang zur Praxismanagerin erfolgreich abgeschlossen hat.

Wie haben Sie die Teilnahme an dem Fernlehrgang mit Ihrem Beruf und Ihrem Privatleben in Einklang gebracht?

Ich persönlich fand das relativ einfach. Die Lektionen sind sehr schön zusammengefasst. Gut strukturiert, sodass man sich abends einfach an ein gemütliches Plätzchen hinsetzen konnte, in der Hand einen Textmarker, und dann die Lektionen durcharbeiten konnte. Ich habe mir immer gleich alle wichtigen Stellen markiert, sodass ich hinterher noch einmal das durcharbeiten konnte, was ich markiert hatte, was wirklich wichtig oder relevant ist oder wo ich noch einmal nachschlagen wollte. Mit dem Bleistift konnte ich mir gute Randnotizen machen. Das hat sehr gut funktioniert. Ich habe immer zwei bis drei Abende die Woche dafür genutzt und mich jeweils zwei bis drei Stunden hingesetzt und konnte auf diese Weise die Lektionen gut durcharbeiten. Pro Monat konnte ich gut eine Lektion bewältigen. Das ist absolut machbar.

 

Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit dem PKV Informationszentrum empfunden?

Ich habe mich von Anfang an gut betreut gefühlt. Ich hatte Glück, weil ich wenig Hilfestellung brauchte, aus meiner Sicht waren die Lektionen so gut ausgearbeitet, dass ich da keinen Nachfragebedarf hatte. Aber jedes Mal, wenn ich angerufen habe, bin ich immer freundlich, kompetent und vor allen Dingen zeitnah betreut worden. Wenn man mir versprochen hatte, mich gleich am nächsten Morgen zurückzurufen, wurde ich auch an diesem Tag zurückgerufen. Das fand ich super, weil es sehr zuverlässig war und ich immer schnelle Hilfe bekommen habe.

Konnten Sie schon mit der konkreten Umsetzung des Erlernten beginnen?

Gerade bei der Einstellung von neuen Kolleginnen: Die Stellenanzeige ausschreiben bzw. formulieren. Das ist etwas, was ich vor dem Fernlehrgang nicht gemacht habe. Dann die Einstellungsgespräche vorbereiten, die Bewerbungsmappen vorsortieren, all das habe ich mittlerweile übernommen. Ich lege meinem Chef dann quasi nur noch die Endauswahl der Bewerberinnen vor. Darüber hinaus das Einholen von Angeboten für Praxisgeräte oder ausstehende Anschaffungen. Das geht mittlerweile alles über meinen Schreibtisch.

Wie reagieren Ihr Chef und Ihre Kolleginnen auf Ihr neues Wissen?

Meine Kolleginnen sind froh, dass sie diesen Aufgabenbereich nicht übernehmen müssen und dass sie jetzt eine feste Ansprechpartnerin haben. Wenn irgendetwas ist, kommen sie zu mir und wir können dann schon viel abklären, ohne dass wie dafür eigens zu unserem Chef gehen müssen. Es gibt auch Dinge, die man eher mal im Team bespricht und für die man nicht immer die Praxisleitung mit einbeziehen muss. Der Chef hat wichtigere Dinge zu tun, als sich um den täglichen Kleinkram zu kümmern. Er wird entlastet und kann sich um die Behandlung kümmern.

 

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